Meditation

Was ist Meditation?

Für viele, die sich noch nicht tiefer mit Meditation beschäftigt haben, ist Meditation eine Möglichkeit zur Stressbewältigung. Dies ist zwar völlig richtig, beschreibt aber das Potenzial von Meditation nur unzureichend. Das eigentliche Ziel buddhistischer Meditation ist es, seinen Geist  kennen zu lernen, und die Veränderung und Entwicklung des eigenen Geistes hin zu größerer innerer Freiheit, Zufriedenheit und Mitgefühl, sowie dem Erlangen eines tieferen Verständnissses für sich und seine soziale und stoffliche Umwelt.

Die grundlegende Methodik der Meditation ist

  • die Förderung geistiger Ruhe und Klarheit
  • die Entfaltung einer positiven Geisteshaltung
  • die Entwicklung von Energie, Sammlung, Weisheit und Vertrauen
  • das Erlangen feinerer und umfassenderer Bewußtseinszustände 
  • das Erlangen tieferer Einsicht und Weisheit

Das Ziel der Meditation ist die Kultivierung (d.h. die Förderung, das Üben) hilfreicher oder nützlicher ("positiver") Geisteszustände. Dies heißt nicht, dass sie in der Meditation ständig da sein müssen. Wir werden in der Meditation immer wieder erfahren, dass wir eben nicht die ganze Zeit in positiven Geistesverfassungen sind. In der Meditation verändern wir aber unsere inneren Tendenzen in Richtung positiverer Geistesverfassungen, welche langsam aber sicher mehr und mehr in unser Leben treten werden.

Meditation ist das Üben von Konzentration, Ruhe, Achtsamkeit und Freundlichkeit. Auch wenn wir während des Übens abgelenkt waren: Solange wir üben, ist es Meditation. Denn wir erfahren etwas über die natürlichen Tendenzen unseres Geistes und fördern die Tendenz zu positiven Geisteszuständen.

„Positive Geisteszustände“ zu entwickeln heißt nicht, dass man sich ständig einfach nur irgendwie wohl fühlt. Hiermit ist auch nicht gemeint, sich in eine irgendwie geartete „Wohlfühltrance“ zu versetzen oder dass man ständig alle Menschen gut, nett und sympathisch finden muss. Geistesklarheit und Positivität bedeutet erst einmal sich bewusst zu werden, was mit einem selber los ist, in welcher Verfassung man sich befindet und sich in dieser Verfassung selber anzunehmen und zu respektieren, also einfach anzuerkennen, was da ist, egal was es ist. Das geht natürlich nur, wenn wir gleichzeitig eine grundsätzlich positive Grundeinstellung zu uns selbst entwickeln.

Unsere beiden grundlegenden Praktiken sind die Atemmeditation und die Übung liebevollen Gewahrseins (Metta Bhavana).