Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist ein Begriff aus der buddhistischen Tradition, Die systematische Übung von Achtsamkeit wurde dort schon vor 2500 Jahren praktiziert. Man muss allerdings kein Buddhist sein um Achtsamkeit zu praktizieren. Zwischenzeitlich ist Achtsamkeit ein wissenschaftlich sehr gut untersuchtes Konzept, welches auf Grund seiner vielseitigen Anwendbarkeit mittlerweile in eine Vielzahl von therapeutischen, präventiven und Gesundheitsförderungskonzepten Einzug gehalten hat.

Doch was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist die nicht bewertende Bewusstheit von Augenblick zu Augenblick (Jon Kabat-Zinn).

Achtsamkeit kann sich auf verschiedenes richten, z.B. auf uns selbst und unseren Körper, unsere Empfindungen, Gedanken, Emotionen oder auf andere Personen, Dinge oder die Welt.

Achtsamkeit wird entwickelt in dem man aufmerksam ist und ein Gespür dafür hat warum man aufmerksam ist. Achtsamkeit ist also Aufmerksamkeit die einen bewussten Zweck erfüllt.

Achtsamkeit ist eine sehr genaue Bewusstheit, die mit Gleichmut getränkt ist (Joseph Goldstein). Achtsamkeit ist nicht reaktiv. Was immer man beobachtet wird nicht beurteilt oder bewertet. Achtsamkeit bedeutet präsent zu sein und wach sein für die Erfahrung des Moments.

Achtsamkeit hat eine emotionale Färbung. Sie ist freundlich-interessiert und sanft-nicht verurteilend. Diese Form der Achtsamkeit hat eine weite einschließende Qualität. Achtsamkeit ist hingebungsvoll, man ist emotional beteiligt, aber trotzdem nicht reaktiv und nicht bewertend.

Durch Achtsamkeit können wir eine genaue und praktische Moment-zu-Moment-Bewusstheit unserer Erfahrung entwickeln. Sie hilft uns unsere oftmals verzerrten und nicht hilfreichen Gewohnheiten des Denkens über unsere Erfahrungen wahrzunehmen und zu verändern (Vidyamala Burch und Sona Fricker)

Achtsamkeit führt uns in die Erfahrung des Moments und zum Verständnis des Moments auf der Grundlage des bisher Gelernten.

Achtsamkeit schafft die Möglichkeit den Moment zu verstehen und Schlussfolgerungen zu ziehen, die in Bezug auf die eigenen Ideale, Werte und Lebensziele stehen.

Durch Achtsamkeit lernen wir unsere Erfahrungen als veränderlich und fließend zu erleben, uns als mit anderen Menschen verbunden zu erleben und unsere Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten neu zu entdecken.

Achtsam zu sein klingt einfach, benötigt aber Zeit zum Üben und wird schrittweise erlernt.